Rechtliche Anforderungen an die Betriebsorganisation und Betriebsabläufe im Hinblick auf Qualitätsmanagement und Produktsicherheit

Hintergrund
Es gibt nur wenige Fahrzeugkomponenten, die nach den Kriterien der Rechtsprechung nicht sicherheitsrelevant sind. Daher stellt sich im Teilehandel und für die Teilehersteller in besonderem Maße die Frage nach den Pflichten des Unternehmens und der verantwortlichen Personen im Hinblick auf die Betriebsorganisation, um Risiken zu minimieren und im niemals auszuschließenden Krisenfall zu gewährleisten, dass ohne Verzögerung die erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden. Diese grundlegenden unternehmerischen Pflichten sind in mehreren Gesetzen verankert. Praxiserfahrungen zeigen, dass dies oft unzureichend beachtet wird. Dies kann erhebliche Haftungsrisiken auslösen bis hin zur strafrechtlichen Verantwortlichkeit.

Zielgruppe
Geschäftsleitung und mittleres Management mit Verantwortung für Organisation, Qualitätsmana-gement und/oder Produktsicherheit im Teilehandel und in der Teileindustrie
 
Seminarziel
Ziel des Seminars ist es, konkret auf Teilehandel und Teilehersteller bezogen diese grundlegenden Anforderungen und ihre Bedeutung für die Praxis aufzuzeigen. Es richtet sich an jeden, der im Unternehmen für die betriebliche Organisation, das Qualitätsmana-gement und/oder die Produktsicherheit verantwortlich ist, einschließlich der Geschäftsleitung.
 
Seminarablauf und -inhalt
 
  1. Einführung und Rechtsgrundlagen
    • Produktsicherheitsgesetz
    • Produkthaftungsgesetz
    • Deliktshaftung, § 823 Abs. 1 BGB
    • Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht
  2. Konkrete Anforderungen an Betriebsorganisation und Betriebsabläufe
    • Grundstrukturen der gesetzlichen Anforderungen an die Betriebsorganisation im Hinblick auf Produktsicherheit und Rückrufmanagement
    • Stellung und Funktion des Qualitätsverantwortlichen
    • Erstellung und Überwachung eindeutiger betrieblicher Anweisungen, Notwendigkeit von Handbüchern für Qualitäts- und Rückrufmanagement
    • Bedeutung von Zertifizierungen
    • Steuerung der Auswertung von Informationsflüssen im Unternehmen, Einbindung der Reklamationsabteilung
    • Konkrete Anforderungen an die Markt- und Produktbeobachtung
  3. Vorbereitung und Abwicklung von Krisenfällen
    • Vorbereitung und vorgeschriebener Inhalt von Notfallplänen
    • Prozess der Risikobewertung im Krisenfall
    • Meldepflichten
    • Maßnahmen im Markt: Rückruf oder Warnung?
    • Kommunikationsstrategie
    • Versicherbarkeit
 
Seminartermin:
auf Anfrage
Seminarort:
auf Anfrage
Seminardauer:
1 Tag
Seminargebühr
345,00 € + MwSt.
Dozent:
RA Marcus Sacré
Kontakt

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